Von Saint-Tropez ins Atelier nach Marseille
Die Geschichte von Gas Bijoux beginnt 1969 am Strand. André Gas, Künstler aus Marseille und Absolvent der École des Beaux-Arts, fertigte kleine Glücksbringer von Hand und verkaufte sie an den Stränden von Saint-Tropez – inspiriert vom Licht des Mittelmeers und getragen vom Freiheitsgefühl dieser Jahre. Anfang der 1970er folgte die erste eigene Boutique in Saint-Tropez.
Was daraus wurde, lässt sich an einzelnen Stationen ablesen: 1975 entstand die erste emaillierte Kreuz-Kreation, 1985 kam mit dem Strada-Armband ein Stück dazu, das die Marke bis heute als eines ihrer wichtigsten führt, 1993 eröffnete die erste Pariser Boutique. Um die Jahrtausendwende übernahmen die Kinder des Gründers Verantwortung: Marie Gas verantwortet heute als Artistic Director die gestalterische Richtung, Olivier Gas als CEO die Entwicklung des Unternehmens. Gas Bijoux ist damit bis heute ein unabhängiges Familienunternehmen geblieben.
Chic solaire – die Designsprache von Gas Bijoux
Die Marke selbst nennt ihre Ästhetik chic solaire, sonnigen Chic. Das klingt nach Marketing, lässt sich aber an den Stücken ablesen: warme Goldtöne neben kühlem Silber, kräftige Farbkontraste, Oberflächen, die Licht brechen statt es glatt zu spiegeln. Gehämmerte Flächen, gedrehte Linien, geflochtene und gewickelte Details ziehen sich durch nahezu jede Linie.
Dazu kommt eine zweite Ebene, die nicht jede Marke hat: Viele Motive sind Talismane. Der Skarabäus der Scaramouche-Linie steht seit der Antike für Glück und Schutz, die ineinandergreifenden Kreise von Atik für Verbindung und Kontinuität. Woher die Impulse kommen, hat André Gas nie verschwiegen – Bergkristall brachte er 1988 von einer New-York-Reise mit, die kräftigere Farbpalette der Ohrringe geht auf eine Marokko-Reise zurück.
Strada, Massai, Rivage: die festen Linien
Wer sich Gas Bijoux zum ersten Mal ansieht, orientiert sich am besten an den Linien, die seit Jahren bleiben. Das Strada-Armband von 1985 arbeitet mit einer flexiblen, röhrenförmigen Konstruktion, die sich weich um das Handgelenk legt. Massai kam 2010 dazu und verbindet gewickelte Fäden, Leder und Kettenglieder zu einem deutlich erdigeren Bild.
Rivage gibt es als Ohrring, Kette und Ring – ein durchgehendes Motiv über mehrere Schmuckarten hinweg. Amarante zeigt, wie ernst die Marke ihr eigenes Archiv nimmt: Die Linie geht auf einen Ohrring aus den 1980er-Jahren zurück und wurde über rund zwei Jahre und etwa zwanzig Prototypen neu interpretiert. Silia, Simone und Wave gehören ebenfalls zu den Entwürfen, die dauerhaft geführt werden. Daneben wechseln saisonale Themenwelten, zuletzt etwa die Frühjahr/Sommer-Linie mit Selva- und Écume-Modellen.
Materialien und Verarbeitung
Gas Bijoux ist kein Juwelier im klassischen Sinn und will es auch nicht sein. Die Stücke entstehen aus vergoldetem und versilbertem Metall – und genau das erlaubt Volumen, Farbe und Formen, die in massivem Edelmetall kaum bezahlbar wären. Dazu kommen Natursteine wie Karneol, Tigerauge, Amazonit und Bergkristall, außerdem Perlmutt, Emaille, Acetat und von Hand gewickelte Textilfäden. Ketten und Armreifen zeigen dieses Materialspiel besonders deutlich.
Gefertigt wird im eigenen Atelier in Marseille, in dem mehrere Gewerke nebeneinander arbeiten: Goldschmiede, Emailleure, Steinfasser, Graveure, Polierer. Wie viel Arbeit in scheinbar einfachen Stücken steckt, zeigt eine Zahl der Maison selbst – eine schlichte versilberte Creole durchläuft dreizehn Arbeitsschritte. 2011 erhielt Gas Bijoux das staatliche französische Label Entreprise du Patrimoine Vivant, eine Auszeichnung für Unternehmen mit seltenem handwerklichem Können.
Gas Bijoux bei Doris Imhoff Schmuck
In unser Sortiment passt Gas Bijoux, weil die Marke etwas mitbringt, das im zeitgenössischen Designschmuck selten geworden ist: Farbe ohne Beliebigkeit und Volumen ohne Kostümcharakter. Die Stücke lassen sich einzeln tragen und funktionieren genauso gut als Statement-Schmuck zu einem ruhigen Outfit.
Online findest du hier die Auswahl mit allen verfügbaren Farben und Größen. Wenn du lieber vorab anprobieren möchtest, findest du auf unserer Seite zu Gas Bijoux in Berlin alles Weitere.
Woher kommt Gas Bijoux?
Gas Bijoux ist eine französische Schmuckmarke. Gegründet wurde sie 1969 von André Gas, der seine ersten Stücke an den Stränden von Saint-Tropez verkaufte. Das Atelier der Marke liegt bis heute in Marseille.
Aus welchen Materialien besteht Gas Bijoux Schmuck?
Die Stücke bestehen überwiegend aus vergoldetem oder versilbertem Metall. Ergänzt wird das je nach Modell durch Natursteine, Perlmutt, Emaille, Acetat oder gewickelte Textilfäden. Massives Gold oder Sterlingsilber verarbeitet die Marke nicht.
Wo wird Gas Bijoux Schmuck hergestellt?
Die Fertigung findet im eigenen Atelier der Marke in Marseille statt. Dort arbeiten mehrere spezialisierte Gewerke zusammen, vom Steinfassen über das Emaillieren bis zum Polieren. 2011 wurde Gas Bijoux dafür mit dem staatlichen französischen Label Entreprise du Patrimoine Vivant ausgezeichnet.
Welche Gas Bijoux Kollektionen sind besonders bekannt?
Zu den bekanntesten Linien zählen das Strada-Armband von 1985 und das Massai-Armband von 2010. Ebenfalls fest im Sortiment sind Rivage, Amarante, Silia, Simone und Wave. Daneben erscheinen regelmäßig saisonale Kollektionen.